Alle Checks im Detail

Jede einzelne Prüfung, die Checkvanta durchführt – was getestet wird, warum, und weshalb es zählt. Automatisch aus unseren Prüfregeln erzeugt, also immer aktuell.

77 Prüfungen

Website-Konfiguration

DNS

Grundlegende DNS-Einträge der Domain – ob Namen überhaupt zu Adressen aufgelöst werden und die Basis stimmt.

Nameserver

Erforderlich

Was wird geprüft: Wir ermitteln die autoritativen Nameserver der Domain und lösen jeden über IPv4 und IPv6 auf.

Warum es wichtig ist:

Nameserver beantworten DNS-Anfragen für Ihre Domain. Mindestens zwei, sowohl über IPv4 als auch IPv6 erreichbar, erhöhen Ausfallsicherheit und Erreichbarkeit.

IPv4-Adresse

Erforderlich

Was wird geprüft: Wir prüfen, ob die Domain auf eine IPv4-Adresse (A-Record) auflöst.

Warum es wichtig ist:

Der A-Record verweist Ihre Domain auf eine IPv4-Adresse, damit reine IPv4-Clients sie erreichen.

IPv6-Adresse

Empfohlen

Was wird geprüft: Wir prüfen, ob die Domain auf eine IPv6-Adresse (AAAA-Record) auflöst.

Warum es wichtig ist:

Der AAAA-Record verweist Ihre Domain auf eine IPv6-Adresse, damit reine IPv6-Clients sie erreichen und die Seite erreichbar bleibt, während Netze auf IPv6 umstellen.

MX-Records

Optional

Was wird geprüft: Wir prüfen, ob die Domain MX-Records veröffentlicht, die die Mail-Zustellung steuern.

Warum es wichtig ist:

MX-Records teilen anderen Mail Servern mit, wohin E-Mail für Ihre Domain zugestellt werden soll.

CAA-Record

EmpfohlenReferenz

Was wird geprüft: Wir prüfen, ob die Domain einen CAA-Record veröffentlicht.

Warum es wichtig ist:

CAA-Records legen fest, welche Zertifizierungsstellen TLS-Zertifikate für Ihre Domain ausstellen dürfen, und senken so das Risiko einer Fehlausstellung.

DNSSEC

EmpfohlenReferenz

Was wird geprüft: Wir prüfen, ob die Domain mit DNSSEC signiert ist und ob ihre Signaturkette validiert.

Warum es wichtig ist:

DNSSEC signiert DNS-Antworten kryptografisch, sodass Resolver Manipulation und Spoofing erkennen können.

DNS Server

Gesundheit und Redundanz der Nameserver selbst – Erreichbarkeit, Übereinstimmung und robuste Konfiguration.

DNS-Antwort

Erforderlich

Was wird geprüft: Wir prüfen als Grundvoraussetzung, ob für die Domain überhaupt eine DNS-Antwort eintrifft (SOA-/NS-Abfrage über einen validierenden Resolver).

Warum es wichtig ist:

Ohne funktionierende DNS-Auflösung ist die Domain faktisch offline – keine Website, keine Mail, nichts. Alle weiteren Checks bauen darauf auf.

Nameserver-Redundanz

ErforderlichReferenz

Was wird geprüft: Wir zählen die für die Zone konfigurierten NS-Records. Empfohlen sind mindestens zwei Nameserver.

Warum es wichtig ist:

Fällt der einzige Nameserver aus, ist die gesamte Domain nicht mehr auflösbar. Mehrere Nameserver – idealerweise in getrennten Netzen – sind die einfachste und wirksamste Absicherung gegen Ausfälle (RFC 2182).

Nameserver antworten

Erforderlich

Was wird geprüft: Wir fragen jeden gelisteten Nameserver direkt (ohne Umweg über einen Resolver) nach der Zone ab und prüfen, ob eine Antwort kommt.

Warum es wichtig ist:

Ein eingetragener, aber toter Nameserver verlängert die Auflösungszeit für alle Besucher – Resolver müssen erst in einen Timeout laufen, bevor sie den nächsten Server versuchen. Bleibt nur ein funktionierender Server übrig, ist die Redundanz faktisch verloren.

Autoritative Antworten

Erforderlich

Was wird geprüft: Wir prüfen bei jedem Nameserver, ob er die Zone mit gesetztem AA-Flag (authoritative answer) beantwortet – also die Zonendaten wirklich selbst hält.

Warum es wichtig ist:

Ein Nameserver, der in der Delegation steht, aber nicht autoritativ antwortet (z. B. weil der Zonentransfer fehlschlägt oder die Zone dort nie eingerichtet wurde), liefert je nach Resolver Fehler oder veraltete Daten – ein schwer zu diagnostizierender Teilausfall.

SOA-Serial synchron

Empfohlen

Was wird geprüft: Wir lesen die SOA-Seriennummer von jedem Nameserver einzeln aus und vergleichen sie.

Warum es wichtig ist:

Unterschiedliche Serials bedeuten, dass die Server unterschiedliche Zonenstände ausliefern – Änderungen (neue Records, geänderte IPs) kommen dann nur bei einem Teil der Besucher an. Häufigste Ursache: ein hängender Zonentransfer zu einem Secondary.

Offene Rekursion

ErforderlichReferenz

Was wird geprüft: Wir stellen jedem Nameserver eine rekursive Anfrage für eine fremde Domain und prüfen, ob er sie auflöst, statt sie abzulehnen.

Warum es wichtig ist:

Ein autoritativer Nameserver, der gleichzeitig als offener Resolver arbeitet, lässt sich für DNS-Amplification-Angriffe gegen Dritte missbrauchen und gefährdet die eigene Verfügbarkeit. Autoritative Server sollten Rekursion grundsätzlich verweigern (RFC 5358).

Öffentliche NS-Adressen

Erforderlich

Was wird geprüft: Wir prüfen, ob die IP-Adressen der Nameserver in öffentlichen Bereichen liegen – private Bereiche (RFC 1918, Link-Local u. ä.) gehören nicht in eine öffentliche Delegation.

Warum es wichtig ist:

Ein NS-Record mit privater Adresse ist für das Internet unerreichbar und erzeugt bei jedem Resolver Timeouts. Zudem kann er interne Netzstrukturen preisgeben.

Netz-Streuung

EmpfohlenReferenz

Was wird geprüft: Wir prüfen, ob die Nameserver-Adressen in unterschiedlichen Netzen liegen (Vergleich auf Subnetz-Ebene: /24 bei IPv4, /48 bei IPv6).

Warum es wichtig ist:

Nameserver im selben Netz teilen sich Router, Standort und meist auch den Anbieter – ein einziger Ausfall trifft dann alle gleichzeitig, und die nominelle Redundanz läuft ins Leere (RFC 2182 empfiehlt topologisch getrennte Standorte).

Nameserver über IPv6

Empfohlen

Was wird geprüft: Wir fragen die Nameserver der Domain gezielt über ihre IPv6-Adressen (AAAA) auf Port 53 ab und zählen, wie viele antworten.

Warum es wichtig ist:

Damit IPv6-only-Clients eine Domain überhaupt auflösen können, müssen die Nameserver selbst über IPv6 erreichbar sein – idealerweise mindestens zwei, damit auch bei einem Ausfall noch Redundanz bleibt.

NS-Abgleich mit Parent

Empfohlen

Was wird geprüft: Wir vergleichen die NS-Liste, die die Zone selbst ausliefert, mit der NS-Liste, die die übergeordnete Zone (Registry/Parent) delegiert.

Warum es wichtig ist:

Weichen beide Listen ab, hängt es vom Zufall ab, welche Server ein Resolver verwendet – im schlechtesten Fall landen Anfragen auf Servern, die die Zone gar nicht mehr (oder noch nicht) kennen. Typische Ursache: ein Nameserver-Wechsel, der nur in der Zone oder nur beim Registrar nachgezogen wurde.

Glue-Records

Empfohlen

Was wird geprüft: Liegen Nameserver innerhalb der eigenen Zone (z. B. `ns1.example.ch` für `example.ch`), muss der Parent deren IP-Adressen als Glue mitliefern. Wir prüfen, ob diese Glue-Einträge vorhanden sind und mit den autoritativen Adressen übereinstimmen.

Warum es wichtig ist:

Ohne korrektes Glue entsteht ein Henne-Ei-Problem: Die Adresse des Nameservers ließe sich nur über den Nameserver selbst auflösen. Veraltetes Glue (z. B. nach einem Server-Umzug) führt zu schleichenden, schwer auffindbaren Auflösungsfehlern.

Primary beim Parent gelistet

Empfohlen

Was wird geprüft: Wir prüfen, ob der im SOA-Record als MNAME eingetragene primäre Nameserver auch in der Delegation der übergeordneten Zone auftaucht.

Warum es wichtig ist:

Ein Primary, der beim Parent fehlt, deutet auf eine unvollständig nachgezogene Konfiguration hin. Manche Systeme (z. B. Dynamic DNS Updates) adressieren gezielt den MNAME – ist er öffentlich nicht delegiert, verhalten sich solche Updates unzuverlässig.

SOA Refresh

EmpfohlenReferenz

Was wird geprüft: Wir prüfen, ob der Refresh-Wert im SOA-Record (Abfrageintervall der Secondaries beim Primary) im üblichen Bereich von 1200–43200 Sekunden liegt.

Warum es wichtig ist:

Ein zu hoher Refresh verzögert die Verteilung von Zonenänderungen an die Secondaries; ein extrem niedriger erzeugt unnötige Last. Mit NOTIFY ist der Wert weniger kritisch, dient aber weiterhin als Sicherheitsnetz.

SOA Retry

EmpfohlenReferenz

Was wird geprüft: Wir prüfen, ob der Retry-Wert im SOA-Record (Wartezeit eines Secondary nach einem fehlgeschlagenen Refresh) im üblichen Bereich von 120–7200 Sekunden liegt.

Warum es wichtig ist:

Ein zu hoher Retry lässt Secondaries nach einem Fehlversuch unnötig lange mit veralteten Daten laufen; ein zu niedriger hämmert auf einen ohnehin gestörten Primary ein.

SOA Expire

EmpfohlenReferenz

Was wird geprüft: Wir prüfen, ob der Expire-Wert im SOA-Record (nach welcher Zeit ein Secondary ohne Kontakt zum Primary die Zone verwirft) im üblichen Bereich von 604800–2419200 Sekunden liegt.

Warum es wichtig ist:

Ein zu kurzer Expire lässt Secondaries bei einem längeren Primary-Ausfall die Zone komplett einstellen – dann ist die Domain trotz Redundanz offline. Ein zu langer Wert hält im Fehlerfall wochenlang veraltete Daten am Leben. Üblich sind 1–4 Wochen.

SOA Minimum TTL

EmpfohlenReferenz

Was wird geprüft: Wir prüfen, ob der Minimum-TTL-Wert im SOA-Record (heute: Cache-Dauer für Negativantworten, RFC 2308) im üblichen Bereich von 300–86400 Sekunden liegt.

Warum es wichtig ist:

Ein zu hoher Wert lässt „Domain existiert nicht“-Antworten stundenlang im Cache kleben – neu angelegte Records werden dann verzögert sichtbar. Ein extrem niedriger Wert erhöht die Anfragelast spürbar.

SOA-Serial-Format

Optional

Was wird geprüft: Wir prüfen, ob die SOA-Seriennummer dem verbreiteten Datumsformat JJJJMMTTnn folgt (z. B. 2026072401).

Warum es wichtig ist:

Technisch ist jedes 32-Bit-Serial gültig – das Datumsformat ist reine Konvention. Es macht aber auf einen Blick sichtbar, wann die Zone zuletzt geändert wurde, und erleichtert die Fehlersuche bei Sync-Problemen erheblich. Viele Managed-DNS-Anbieter (z. B. mit Unix-Timestamps) weichen bewusst ab; das ist kein Fehler.

HTTP / Security-Header

Der Webserver, seine Erreichbarkeit und die Schutz-Header, die Browser vor gängigen Angriffen bewahren.

Erreichbarkeit

Erforderlich

Was wird geprüft: Wir prüfen, ob die Seite über HTTP und über HTTPS antwortet.

Warum es wichtig ist:

Grundlegende Erreichbarkeit über HTTPS ist Voraussetzung, bevor die übrigen Web-Checks laufen können.

IPv6-Erreichbarkeit

Empfohlen

Was wird geprüft: Wir lösen die IPv6-Adresse des Hosts auf und versuchen, den Webserver über IPv6 zu erreichen.

Warum es wichtig ist:

IPv6-Erreichbarkeit hält die Seite für reine IPv6-Clients verfügbar, während Netze sich von IPv4 wegbewegen.

Gleiche Website über IPv6

Empfohlen

Was wird geprüft: Wir rufen die Startseite einmal erzwungen über IPv4 und einmal über IPv6 ab und vergleichen den sichtbaren Textinhalt.

Warum es wichtig ist:

IPv6-Besucher sollen dieselbe Seite sehen wie IPv4-Besucher. Weicht der Inhalt stark ab, deutet das auf einen falsch konfigurierten IPv6-Server hin – etwa eine Fehlerseite oder eine veraltete Kopie.

HTTPS-Redirect

Empfohlen

Was wird geprüft: Wir prüfen, ob eine einfache HTTP-Anfrage auf HTTPS desselben Hosts umgeleitet wird.

Warum es wichtig ist:

Eine Umleitung von HTTP auf HTTPS sorgt dafür, dass Besucher, die das Schema weglassen, trotzdem die verschlüsselte Seite erreichen.

HSTS

EmpfohlenReferenz

Was wird geprüft: Wir prüfen, ob Ihr Webserver eine HSTS-Richtlinie (HTTP Strict Transport Security) anbietet – und zwar beim allerersten Kontakt, noch vor jedem Redirect, weil Browser sich HSTS pro (Sub-)Domain merken und ein fehlender Header irgendwo in der Redirect-Kette Besucher ungeschützt liesse.

Warum es wichtig ist:

HSTS zwingt den Browser bei erneutem Besuch direkt auf HTTPS und schützt so vor Downgrade- und SSL-Stripping-Angriffen (Machine-in-the-Middle). Eine Cache-Gültigkeit von mindestens einem Jahr (max-age=31536000) gilt als ausreichend. Eine lange Gültigkeit schützt auch seltene Besucher – bedeutet aber: wollen Sie HTTPS später wieder abschalten (generell keine gute Idee), müssen Sie warten, bis die Richtlinie in allen Browsern abgelaufen ist, die Ihre Seite zuvor besucht haben.

Ob Preloading verwendet wird oder die Domain in der HSTS-Preload-Liste steht, wird hier nicht geprüft.

Content-Security-Policy

EmpfohlenReferenz

Was wird geprüft: Wir prüfen, ob die Seite einen Content-Security-Policy-Header sendet.

Warum es wichtig ist:

Eine Content-Security-Policy schränkt ein, welche Quellen eine Seite laden darf, und mindert Cross-Site-Scripting und Injection.

X-Frame-Options

Empfohlen

Was wird geprüft: Wir prüfen, ob die Seite einen X-Frame-Options-Header sendet.

Warum es wichtig ist:

X-Frame-Options verhindert, dass die Seite in einem Frame eingebettet wird, und schützt vor Clickjacking.

X-Content-Type-Options

Empfohlen

Was wird geprüft: Wir prüfen, ob die Seite X-Content-Type-Options mit dem Wert nosniff sendet.

Warum es wichtig ist:

nosniff hindert Browser daran, den Content-Type einer Antwort zu erraten, was harmlose Dateien in ausführbare Skripte verwandeln kann.

Referrer-Policy

Empfohlen

Was wird geprüft: Wir prüfen, ob die Seite einen Referrer-Policy-Header sendet.

Warum es wichtig ist:

Eine Referrer-Policy steuert, wie viel der besuchten URL an andere Seiten weitergegeben wird, und schützt die Privatsphäre der Nutzer.

HTTP-Kompression

Optional

Was wird geprüft: Wir prüfen, ob die verschlüsselte Antwort auf HTTP-Ebene komprimiert wird.

Warum es wichtig ist:

HTTP-Kompression (gzip/Brotli) beschleunigt das Laden spürbar und ist Standard. Der theoretische BREACH-Angriff betrifft nur geheimnis- und eingabespiegelnde Antworten und wird anderweitig entschärft – Kompression an sich ist kein Mangel. (TLS-Kompression/CRIME wird separat geprüft.)

security.txt

EmpfohlenReferenz

Was wird geprüft: Wir rufen `/.well-known/security.txt` (RFC 9116) ab und prüfen auf das verpflichtende Contact-Feld.

Warum es wichtig ist:

Eine security.txt gibt Sicherheitsforschern einen klaren, maschinenlesbaren Weg, Schwachstellen an den richtigen Kontakt zu melden, und beschleunigt so Responsible Disclosure.

HTTP/2

Empfohlen

Was wird geprüft: Wir prüfen anhand der ALPN-Aushandlung während des TLS-Handshakes, welche HTTP-Version der Webserver tatsächlich anbietet.

Warum es wichtig ist:

HTTP/2 überträgt mehrere Anfragen gemultiplext über eine Verbindung und beschleunigt so das Laden spürbar, besonders bei vielen Ressourcen. Es ist heute breit unterstützt und sollte für öffentliche Websites aktiv sein.

HTTP/3

Optional

Was wird geprüft: Wir prüfen, ob die HTTPS-Antwort einen `Alt-Svc`-Header mit `h3` enthält – so signalisiert ein Server, dass er zusätzlich über HTTP/3 (QUIC) erreichbar ist.

Warum es wichtig ist:

HTTP/3 läuft über QUIC (UDP) statt TCP und vermeidet dessen Head-of-Line-Blocking; das verbessert die Ladezeit vor allem bei wackligen Mobilverbindungen. Es ist eine sinnvolle Ergänzung, aber (noch) kein Muss.

Cookie-Sicherheit

EmpfohlenReferenz

Was wird geprüft: Wir werten die `Set-Cookie`-Header der tatsächlichen Antwort aus und prüfen die Flags `Secure`, `HttpOnly` und `SameSite` je Cookie.

Warum es wichtig ist:

Secure verhindert die Übertragung über unverschlüsseltes HTTP, HttpOnly schützt vor Auslesen per JavaScript (XSS) und SameSite erschwert Cross-Site-Request-Forgery. Fehlen diese Flags, sind Session-Cookies leichter angreifbar.

Mixed Content

Erforderlich

Was wird geprüft: Wir durchsuchen die ausgelieferte HTML-Seite nach Ressourcen (Bilder, Skripte, Stylesheets), die trotz HTTPS-Seite über `http://` eingebunden sind.

Warum es wichtig ist:

Über HTTP geladene Teilressourcen auf einer HTTPS-Seite lassen sich unterwegs manipulieren und heben den Schutz der verschlüsselten Verbindung teilweise auf. Browser blockieren aktives Mixed Content (Skripte) inzwischen, warnen aber nicht immer sichtbar.

Subresource Integrity

EmpfohlenReferenz

Was wird geprüft: Wir prüfen `<script>`- und `<link>`-Tags mit externer Quelle darauf, ob sie ein `integrity`-Attribut (Subresource Integrity) tragen.

Warum es wichtig ist:

SRI hinterlegt einen kryptografischen Hash der erwarteten Datei; der Browser lädt die Ressource nur, wenn sie exakt passt. Das schützt davor, dass ein kompromittiertes CDN oder Fremdhosting unbemerkt schädlichen Code ausliefert.

TLS

Die Transportverschlüsselung: Protokollversionen, Cipher, Zertifikat und die feineren TLS-Interna.

HTTPS erreichbar

Erforderlich

Was wird geprüft: Wir bauen eine TLS-Verbindung zum Host auf Port 443 auf.

Warum es wichtig ist:

HTTPS verschlüsselt den Verkehr zwischen Besuchern und Server und ist die Grundlage jedes weiteren TLS-Checks.

TLS-Versionen

ErforderlichReferenz

Was wird geprüft: Wir prüfen, welche TLS-Protokollversionen Ihr Server akzeptiert.

Warum es wichtig ist:

TLS sichert die Verbindung zwischen Besuchern und Server. Ältere Versionen haben kryptografische Schwächen. Die Sicherheitsstufe je Version:

VersionBewertung
TLS 1.3gut
TLS 1.2gut
TLS 1.1unzureichend
TLS 1.0unzureichend

Es sollten nur TLS 1.2 und 1.3 angeboten werden.

Cipher Suite

Erforderlich

Was wird geprüft: Wir sehen uns die vom Server ausgehandelte Cipher Suite an und ob sie Forward Secrecy bietet.

Warum es wichtig ist:

Forward Secrecy stellt sicher, dass aufgezeichneter Verkehr später nicht entschlüsselt werden kann, selbst wenn der private Schlüssel des Servers kompromittiert wird.

Zertifikat

Erforderlich

Was wird geprüft: Wir validieren die Zertifikatskette gegen vertrauenswürdige Wurzeln, die Gültigkeitsdaten und den abgedeckten Hostnamen.

Warum es wichtig ist:

Ein gültiges Zertifikat weist die Identität des Servers nach: Es muss zu einer vertrauenswürdigen Stelle zurückführen und zum angefragten Hostnamen passen.

Zertifikatsschlüssel

Erforderlich

Was wird geprüft: Wir sehen uns den Public-Key-Algorithmus des Zertifikats und dessen Stärke an.

Warum es wichtig ist:

Der öffentliche Schlüssel schützt den Schlüsselaustausch. RSA-Schlüssel sollten mindestens 2048 Bit, ECDSA mindestens 256 Bit haben.

Zertifikatssignatur

Erforderlich

Was wird geprüft: Wir sehen uns den Algorithmus an, mit dem das Zertifikat signiert wurde.

Warum es wichtig ist:

Der Signaturalgorithmus schützt das Zertifikat vor Fälschung. SHA-1 und MD5 sind gebrochen und dürfen nicht verwendet werden.

OCSP-Stapling

EmpfohlenReferenz

Was wird geprüft: Wir prüfen, ob der Server im Handshake eine OCSP-Antwort per Stapling mitliefert.

Warum es wichtig ist:

OCSP-Stapling erlaubt dem Server nachzuweisen, dass sein Zertifikat nicht widerrufen ist, ohne dass der Besucher die Stelle kontaktiert — das verbessert Geschwindigkeit und Datenschutz.

DANE (HTTPS)

OptionalReferenz

Was wird geprüft: Wir ermitteln die `_443._tcp`-TLSA-Records und prüfen sie gegen das über HTTPS präsentierte Zertifikat.

Warum es wichtig ist:

DANE bindet Ihr Zertifikat an DNSSEC und lässt unterstützende Clients ein gefälschtes oder fehlausgestelltes Zertifikat erkennen, das eine öffentliche Stelle sonst akzeptieren könnte. Ein veröffentlichter, aber nicht passender Record ist schlimmer als keiner, weil strikte Clients die Verbindung verweigern.

Cipher-Reihenfolge

Empfohlen

Was wird geprüft: Wir bieten dem Server zwei gleich starke Cipher Suites in umgekehrter Reihenfolge an und prüfen, ob seine Auswahl davon abhängt.

Warum es wichtig ist:

Bestimmt der Server die bevorzugte Cipher Suite selbst, kann er immer das stärkste gemeinsam unterstützte Verfahren erzwingen. Überlässt er die Wahl dem Client, könnte ein manipulierter oder veralteter Client ein schwächeres Verfahren durchsetzen.

Key Exchange

Erforderlich

Was wird geprüft: Wir werten aus der ausgehandelten Cipher Suite den Typ des Schlüsselaustauschs (ECDHE/DHE/RSA), die verwendete Gruppe/Kurve und die Hash-Funktion aus.

Warum es wichtig ist:

Ein ephemeraler Schlüsselaustausch (ECDHE oder DHE) sorgt für Forward Secrecy: Selbst wenn der private Serverschlüssel später kompromittiert wird, bleiben frühere Verbindungen geschützt. Statischer RSA-Schlüsselaustausch bietet das nicht.

Einordnung:

  • Gut: ECDHE mit moderner Kurve (X25519, secp256r1/384r1), Hash SHA-256/384
  • Ausreichend: DHE mit ≥ 2048-bit-Parametern
  • Unzureichend: statischer RSA-Schlüsselaustausch, DH-Parameter < 2048 bit, Hash SHA-1/MD5

TLS-Kompression

ErforderlichReferenz

Was wird geprüft: Wir bieten im ClientHello eine Kompressionsmethode an und prüfen, ob der Server sie im ServerHello auswählt.

Warum es wichtig ist:

Aktive TLS-Kompression ermöglicht den CRIME-Angriff: Aus der komprimierten Nachrichtengröße lassen sich Rückschlüsse auf verschlüsselte Inhalte (z. B. Session-Cookies) ziehen. Kompression auf TLS-Ebene muss daher abgeschaltet sein.

Renegotiation

ErforderlichReferenz

Was wird geprüft: Wir prüfen, ob der Server die sichere Renegotiation-Erweiterung (RFC 5746) anbietet und ob er eine vom Client ausgelöste Renegotiation akzeptiert.

Warum es wichtig ist:

Ohne sichere Renegotiation (RFC 5746) ist ein Prefix-Injection-Angriff möglich, bei dem ein Angreifer Daten vor die eigentliche Anfrage schiebt. Ergänzend sollte Client-initiierte Renegotiation deaktiviert sein, da sie sich für DoS missbrauchen lässt – TLS 1.3 entfernt Renegotiation vollständig, und moderne TLS-1.2-Server mit RFC-5746-Unterstützung lehnen Client-Renegotiation standardmäßig ab.

Extended Master Secret

EmpfohlenReferenz

Was wird geprüft: Wir prüfen, ob der Server im TLS-1.2-Handshake die Extended-Master-Secret-Erweiterung (RFC 7627) anbietet.

Warum es wichtig ist:

Extended Master Secret bindet das Master Secret an den gesamten Handshake und verhindert damit Triple-Handshake-Angriffe, bei denen sich TLS-Sitzungen über verschiedene Verbindungen hinweg verketten lassen. Bei TLS 1.2 sollte es aktiv sein.

TLS 1.3 0-RTT (Early Data)

OptionalReferenz

Was wird geprüft: Wir prüfen, ob der Server bei einer wiederaufgenommenen TLS-1.3-Verbindung 0-RTT-Daten (Early Data) akzeptiert. Dazu bauen wir eine Sitzung auf und versuchen, sie mit vorab gesendeten Daten wiederaufzunehmen.

Warum es wichtig ist:

0-RTT beschleunigt wiederkehrende Verbindungen, weil der Client schon vor Abschluss des Handshakes Daten mitsenden darf. Der Preis: Diese Early Data kann von einem Angreifer erneut eingespielt (repliziert) werden. Ohne serverseitigen Replay-Schutz – den man von außen nicht zuverlässig prüfen kann – ist das ein Risiko, vor allem für zustandsändernde Anfragen.

RPKI

Routing-Sicherheit: ob die IP-Adressen der Domain gegen Route-Hijacking abgesichert sind.

RPKI (Webserver)

EmpfohlenReferenz

Was wird geprüft: Wir ermitteln zu den IP-Adressen des Webservers die announcierende ASN und den Präfix (aus einer lokalen Routing-Datenbank) und prüfen mit unserem selbst betriebenen RPKI-Validator, ob die Route-Announcement gültig, ungültig oder nicht durch ein ROA abgedeckt ist.

Warum es wichtig ist:

RPKI (Resource Public Key Infrastructure) lässt Netzbetreiber kryptografisch autorisieren, welche ASN einen IP-Präfix announcieren darf. Ein gültiger Eintrag schützt vor Route-Hijacking und Fehlkonfigurationen im BGP.

Einordnung:

  • Gültig: ein ROA deckt die Route ab und die announcierende ASN stimmt überein
  • Kein ROA: noch keine RPKI-Autorisierung veröffentlicht – empfohlen, aber kein akuter Fehler
  • Ungültig: ein ROA existiert, aber die Announcement verletzt es (mögliche Fehlkonfiguration oder Hijack)

RPKI (Nameserver)

EmpfohlenReferenz

Was wird geprüft: Wir ermitteln zu den IP-Adressen der Nameserver die announcierende ASN und den Präfix (aus einer lokalen Routing-Datenbank) und prüfen mit unserem selbst betriebenen RPKI-Validator, ob die Route-Announcement gültig, ungültig oder nicht durch ein ROA abgedeckt ist.

Warum es wichtig ist:

RPKI (Resource Public Key Infrastructure) lässt Netzbetreiber kryptografisch autorisieren, welche ASN einen IP-Präfix announcieren darf. Ein gültiger Eintrag schützt vor Route-Hijacking und Fehlkonfigurationen im BGP.

Einordnung:

  • Gültig: ein ROA deckt die Route ab und die announcierende ASN stimmt überein
  • Kein ROA: noch keine RPKI-Autorisierung veröffentlicht – empfohlen, aber kein akuter Fehler
  • Ungültig: ein ROA existiert, aber die Announcement verletzt es (mögliche Fehlkonfiguration oder Hijack)

Mail-Konfiguration

Mail

Die E-Mail-Konfiguration: Authentifizierung gegen Fälschung, Transportverschlüsselung und korrekte Server-Einrichtung.

Mail Server (MX)

Erforderlich

Was wird geprüft: Wir ermitteln die MX-Records der Domain, die die Server benennen, die ihre Mail annehmen.

Warum es wichtig ist:

MX-Records sind der Einstiegspunkt der Mail-Konfiguration. Ohne sie empfängt die Domain keine E-Mail, und die folgenden Mail-Transport-Checks entfallen.

SPF

EmpfohlenReferenz

Was wird geprüft: Wir ermitteln den SPF-TXT-Record (Sender Policy Framework) der Domain und sehen uns seinen Standard-Mechanismus an.

Warum es wichtig ist:

SPF legt fest, welche Server Mail für Ihre Domain senden dürfen. Eine strikte Policy (-all) weist Empfänger an, Mail aus jeder anderen Quelle abzulehnen, und erschwert so Spoofing. Ein Soft-Fail (~all) markiert solche Mail nur; eine fehlende oder freizügige Policy schützt kaum.

DKIM

EmpfohlenReferenz

Was wird geprüft: Wir fragen gängige DKIM-Selektoren unter `_domainkey` nach einem veröffentlichten Signaturschlüssel ab. Findet keiner davon einen Schlüssel, prüfen wir zusätzlich, ob der `_domainkey`-Namespace der Domain überhaupt existiert – so erkennen wir DKIM auch bei einem individuell benannten Selektor.

Warum es wichtig ist:

DKIM versieht ausgehende Mail mit einer kryptografischen Signatur, sodass Empfänger prüfen können, dass sie von Ihrer Domain autorisiert und unterwegs nicht verändert wurde. Eigene Selektoren lassen sich nicht aus dem DNS ermitteln – ein negatives Ergebnis bedeutet also nicht zwingend, dass DKIM fehlt.

DMARC

EmpfohlenReferenz

Was wird geprüft: Wir ermitteln den `_dmarc`-TXT-Record und lesen seine Policy aus.

Warum es wichtig ist:

DMARC verbindet SPF und DKIM und legt fest, was Empfänger mit Mail tun sollen, die beide nicht besteht – und wohin Berichte gehen. Eine durchsetzende Policy (quarantine oder reject) blockiert gefälschte Mail aktiv; p=none beobachtet nur.

MX über IPv6

Empfohlen

Was wird geprüft: Wir lösen jeden MX-Host auf und prüfen, ob er eine AAAA-Adresse (IPv6) hat.

Warum es wichtig ist:

Sendende Server in reinen IPv6-Netzen können Mail nur zustellen, wenn Ihre Mail Server über IPv6 erreichbar sind.

STARTTLS

ErforderlichReferenz

Was wird geprüft: Wir verbinden uns mit jedem MX auf Port 25, fordern STARTTLS an, schliessen den TLS-Handshake ab und validieren das Zertifikat.

Warum es wichtig ist:

STARTTLS verschlüsselt Mail auf dem Transport zwischen Servern. Ohne STARTTLS wandern Nachrichten im Klartext und können unterwegs gelesen oder verändert werden. Für vertrauenswürdige Verschlüsselung braucht es ein gültiges, zum Hostnamen passendes Zertifikat.

Mail-TLS-Version

Erforderlich

Was wird geprüft: Wir erfassen die beim STARTTLS mit jedem MX ausgehandelte TLS-Version.

Warum es wichtig ist:

Wie beim Webserver gelten nur TLS 1.2 und 1.3 als sicher für den Mail-Transport; ältere Versionen haben bekannte Schwächen.

DANE (SMTP)

EmpfohlenReferenz

Was wird geprüft: Wir ermitteln die `_25._tcp`-TLSA-Records je MX und prüfen sie gegen das beim STARTTLS präsentierte Zertifikat.

Warum es wichtig ist:

DANE bindet die Zertifikate Ihrer Mail Server an DNSSEC, sodass ein sendender Server ein gefälschtes oder heruntergestuftes Zertifikat erkennt, das eine öffentliche Stelle sonst akzeptieren könnte. Ein veröffentlichter, aber nicht passender TLSA-Record ist schlimmer als keiner, weil strikte Absender die Zustellung verweigern.

BIMI

OptionalReferenz

Was wird geprüft: Wir prüfen, ob unter `default._bimi.<domain>` ein gültiger BIMI-Record (v=BIMI1) veröffentlicht ist und ob die dafür nötige durchsetzende DMARC-Policy (`p=quarantine` oder `p=reject`) vorliegt.

Warum es wichtig ist:

BIMI (Brand Indicators for Message Identification) lässt unterstützende Mail-Clients Ihr Marken-Logo neben authentifizierten E-Mails anzeigen. Es ist kein Sicherheitsmechanismus, sondern eine Zusatzfunktion für die Markendarstellung – setzt aber saubere Mail-Authentifizierung (SPF, DKIM, strikte DMARC-Policy) voraus und ist damit ein sichtbarer Bonus einer korrekten Konfiguration.

MTA-STS

EmpfohlenReferenz

Was wird geprüft: Wir lesen zuerst den `_mta-sts`-DNS-Record und rufen anschliessend die eigentliche Policy-Datei per echtem HTTPS-Request von `https://mta-sts.<domain>/.well-known/mta-sts.txt` ab und validieren sie – eine reine DNS-Prüfung würde nicht zeigen, ob die Policy tatsächlich erreichbar und gültig ist.

Warum es wichtig ist:

MTA-STS zwingt sendende Mailserver, Ihre MX nur über eine verschlüsselte, zertifikatsgeprüfte Verbindung zu erreichen. Das schliesst eine Lücke von opportunistischem STARTTLS, das sich per Downgrade-Angriff aushebeln lässt. Der Modus „enforce“ bietet den vollen Schutz.

TLS-RPT

OptionalReferenz

Was wird geprüft: Wir lesen den `_smtp._tls`-TXT-Record und prüfen seine Syntax – insbesondere, ob eine gültige Reporting-Adresse (`rua`) hinterlegt ist.

Warum es wichtig ist:

TLS-RPT lässt andere Mailserver Ihnen täglich Berichte über fehlgeschlagene TLS-Verbindungen zu Ihren MX schicken. So bemerken Sie Zertifikats- oder STARTTLS-Probleme, bevor Mail unbemerkt unverschlüsselt oder gar nicht mehr zugestellt wird – ideal in Kombination mit MTA-STS.

Reverse DNS (PTR)

Empfohlen

Was wird geprüft: Wir lösen die IP-Adressen der MX-Hosts auf und prüfen per PTR-Lookup, ob für jede ein Reverse-DNS-Eintrag existiert.

Warum es wichtig ist:

Empfangende Mailserver prüfen häufig, ob die IP eines sendenden Servers einen PTR-Record hat (idealerweise passend zum HELO-/MX-Namen). Fehlt er, landen Ihre Mails schneller im Spam oder werden ganz abgewiesen.

Open Relay

Erforderlich

Was wird geprüft: Wir bauen eine echte SMTP-Verbindung auf und versuchen, eine Mail an eine fremde, nicht zum Server gehörende Zieladresse zu adressieren. Die Verbindung wird unmittelbar nach der Server-Antwort auf `RCPT TO` sauber beendet – es wird zu keinem Zeitpunkt tatsächlich eine Mail versendet.

Warum es wichtig ist:

Ein offener Relay nimmt Mail von beliebigen Absendern an beliebige Empfänger an und wird umgehend für Spam- und Phishing-Versand missbraucht. Das schädigt die Reputation der Server-IP massiv und führt schnell zu Blacklist-Einträgen.

Cipher Suite (Mail)

Empfohlen

Was wird geprüft: Wir werten je MX die im STARTTLS-Handshake ausgehandelte Cipher Suite aus und prüfen, ob sie Forward Secrecy bietet.

Warum es wichtig ist:

Forward Secrecy (ECDHE/DHE) sorgt dafür, dass eine spätere Kompromittierung des Serverschlüssels frühere, mitgeschnittene Mail-Verbindungen nicht nachträglich entschlüsselbar macht.

Mailserver-Zertifikat

Erforderlich

Was wird geprüft: Wir prüfen je MX die Vertrauenskette gegen öffentlich vertrauenswürdige Zertifizierungsstellen und den Abgleich mit dem MX-Hostnamen.

Warum es wichtig ist:

Ein gültiges, passendes Zertifikat ist die Voraussetzung dafür, dass sendende Server die TLS-Verbindung tatsächlich verifizieren können (relevant besonders bei MTA-STS/DANE). Bei opportunistischem STARTTLS ohne Erzwingung wird ein ungültiges Zertifikat zwar oft akzeptiert, untergräbt aber den Schutz.

Mailserver-Schlüssel

Erforderlich

Was wird geprüft: Wir prüfen je MX Algorithmus und Länge des öffentlichen Schlüssels im Zertifikat.

Warum es wichtig ist:

Zu kurze Schlüssel (RSA < 2048 bit, ECDSA < 256 bit) gelten als unsicher und lassen sich mit vertretbarem Aufwand angreifen.

Mailserver-Signatur

Erforderlich

Was wird geprüft: Wir prüfen je MX den Signaturalgorithmus des Zertifikats.

Warum es wichtig ist:

Signaturen mit SHA-1 oder MD5 gelten als gebrochen und ermöglichen theoretisch gefälschte Zertifikate. Moderne Zertifikate nutzen SHA-256 oder stärker.

TLS-Kompression (Mail)

ErforderlichReferenz

Was wird geprüft: Wir bieten je MX im STARTTLS-ClientHello eine Kompressionsmethode an und prüfen, ob der Server sie auswählt.

Warum es wichtig ist:

Aktive TLS-Kompression ermöglicht CRIME-artige Angriffe und muss deaktiviert sein. TLS 1.3 kennt keine Record-Kompression.

Renegotiation (Mail)

ErforderlichReferenz

Was wird geprüft: Wir prüfen je MX, ob der Server die sichere Renegotiation-Erweiterung (RFC 5746) anbietet.

Warum es wichtig ist:

Ohne sichere Renegotiation ist ein Prefix-Injection-Angriff auf die TLS-Verbindung möglich. TLS 1.3 entfernt Renegotiation vollständig.

Extended Master Secret (Mail)

EmpfohlenReferenz

Was wird geprüft: Wir prüfen je MX im TLS-1.2-Handshake die Extended-Master-Secret-Erweiterung (RFC 7627).

Warum es wichtig ist:

Extended Master Secret bindet das Master Secret an den gesamten Handshake und verhindert Triple-Handshake-Angriffe. Bei TLS 1.2 sollte es aktiv sein; TLS 1.3 ersetzt es durch seinen Schlüsselplan.

Blacklist

Ob die Mailserver-IPs auf bekannten Spam- und Reputations-Blacklists (DNSBL) stehen.

Blacklists / DNSBL

Was wird geprüft: Wir fragen die IP-Adressen Ihrer Mailserver gegen eine kuratierte Auswahl bekannter DNS-basierter Blacklists (DNSBL) ab – jede Liste einzeln.

Warum es wichtig ist: Steht eine Mailserver-IP auf einer relevanten Blacklist, landen Ihre E-Mails bei vielen Empfängern direkt im Spam oder werden ganz abgewiesen. Reputation lässt sich nur schwer zurückgewinnen, deshalb ist frühes Erkennen entscheidend. Reine Whitelist-/Reputations-Listen prüfen wir bewusst nicht, da eine Nicht-Listung dort kein Fehler ist.

Geprüfte Listen (25)

0SPAMBarracudaBLOCKLIST.DEDroneBLFabel SpamsourcesGBUdb TruncateInterServer RBLJustSpamMailspikePSBLs5h.netSEM BackscatterSEM BlacklistSEM FRESHSpamCopSpamhaus DBLSpamhaus ZENSpamRATS RATS-DynaSpamRATS RATS-NoPtrSpamRATS RATS-SpamSPFBLSURBL multiUCEPROTECT Level 1UCEPROTECT Level 2UCEPROTECT Level 3

RPKI (Mail)

Routing-Sicherheit speziell für die Mailserver der Domain.

RPKI (Mailserver)

EmpfohlenReferenz

Was wird geprüft: Wir ermitteln zu den IP-Adressen der Mailserver die announcierende ASN und den Präfix (aus einer lokalen Routing-Datenbank) und prüfen mit unserem selbst betriebenen RPKI-Validator, ob die Route-Announcement gültig, ungültig oder nicht durch ein ROA abgedeckt ist.

Warum es wichtig ist:

RPKI (Resource Public Key Infrastructure) lässt Netzbetreiber kryptografisch autorisieren, welche ASN einen IP-Präfix announcieren darf. Ein gültiger Eintrag schützt vor Route-Hijacking und Fehlkonfigurationen im BGP.

Einordnung:

  • Gültig: ein ROA deckt die Route ab und die announcierende ASN stimmt überein
  • Kein ROA: noch keine RPKI-Autorisierung veröffentlicht – empfohlen, aber kein akuter Fehler
  • Ungültig: ein ROA existiert, aber die Announcement verletzt es (mögliche Fehlkonfiguration oder Hijack)